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Mit leckerem Eis zum Sportküstenschifferschein

Es ist kurz nach sieben als ich in Schleswig starte, zwei Stunden später stehe ich am Steg 1d in Heiligenhafen. Hier erwarten mich bereits Mandy, Max, Kerstin und Horst. Gemeinsam nehmen wir unsere "Charlotte", eine Bavaria 39 in Besitz, bunkern Lebensmittel und absolvieren bereites die ersten Proberunden auf dem Weg nach Orth/Fehmarn. Hier steigt Susanne, meine Co-Skipperin zu. Den Abend lassen wir im Piratennest ausklingen.

 

Am kommenden Morgen laufen wir bei wolkenverhangenem Himmel in Richtung Pöel aus. Noch vor der Fehmarnsundbrücke üben wir MOB unter Maschine, bevor wir Segel setzen und Kurs auf die Wismarer Bucht nehmen.

Der Wind weht frisch aus Nordost und so fahren wir auch mit reduzierter Segelfläche flott dahin. Die Strecke nutzen wir um Kurse zum Wind zu steuern, terrestrisch zu navigieren und das Gehirn an die Bewegungen der Yacht zu gewöhnen. Leider bekommen die Wellen in der Mecklenburger Bucht nicht allen, oder lag es doch an den Wiener Würstchen?

 

Im Fahrwasser vor Pöel entscheiden wir auf Timmendorf/Pöel zu verzichten und ein wenig sportlich bis Wismar Degen den nun aus Südost wehenden Wind aufzukreuzen. Zwei Stunden folgen nun die Wenden in kurzen Abständen, so dass am Ende im Hafen von Wismar jeder weiß was "aufkreuzen" bedeutet und alle einen großen Appetit auf Eis Verspüren. Das "Anlegeeis" wird auf dieser Reise eingeführt, eine Tradition an die ich mich gewöhnen kann.

 

Der kommenden Tag sieht uns bis zum Offentief aufkreuzen und dann bei frischem Wind auf raumen Kursen nach Neustadt/Holstein fahren. Im Surf erreicht die Yacht, auch mit reduzierter Segelfläche, schnell 9 Knoten über Grund. Wie in Wismar gibt es wieder ein "Anlegeeis" und am kommenden Morgen werden, wir zuvor in Wismar auch, Anlegemanöver geübt.

Die Anschließende Rückreise nach Heiligenhafen wartet mit einer romantischen Fahrt in den Sonnenuntergang vor der Fehmarnsundbrücke und einer nächtlichen Ansteuerung von Heiligenhafen auf.

 

Am Mittwoch und Donnerstag sieht man uns lange vor Heiligenhafen seltsame "Strickmuster" ins Wasser schreiben, als wir im Manövertraining immer wieder unsere eigene Kurslinie schneiden. Mit jeder zusätzlich übenden Ausbildungsyacht die sich zu uns gesellt, werden teilweise spannende Ausweichsituationen gemeistert, so dass auch gleich noch die Ausweichregeln trainiert werden.

 

Am Freitag ist die Anspannung an Bord wie der Duft von frisch gemahlenem Pfeffer zu spüren. Was jedoch jeden der Trainees in die Lage versetz, gut bis sehr gute Manöver in der Prüfung zu fahren.

Am Ende des Vormittags haben ich vier glückliche Prüflinge und eine freudestrahlende Co-Skipperin an Bord.

 

Und ich? Ich bin zufrieden und erleichtert.

 

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